„Geradezu hypnotisch.“

Die Jazzsängerin Martina Gebhardt und der Bassist Robert Teigeler kennen sich seit vielen Jahren und haben sich doch erst 2015 in der Band eines amerikanischen Gitarristen musikalisch gefunden. Kein Wunder bei den vielen Talenten, die beide bis heute ausleben. Dann wurde schnell klar, dass sie gemeinsam grooven wollen. Gesagt, getan – die ersten jams brachten großartige Stücke zum Wohlklingen; das Spektrum ist weit, es reicht von Eigenkompositionen über Soulhits (Working Week) zu Jazzklassikern (Steve Swallow) – und wird dennoch klar strukturiert über die solide Stimmführung zweier virtuoser Musiker, die adhoc in die Improvisation springen und alles über den Haufen werfen könnten. Wenn sie wollten.

Im Frühjahr 2019 (VÖ 26.04.2019) erscheint „Bass Groove Ballads“, die erste Duo-CD von Martina Gebhardt (Stimme) und Robert Teigeler (Kontrabass) bei Laika-Records.com.

Martina Gebhardt (Gesang, Komposition, Text, Arrangement, Artwork) 

Ihre Mitwirkung bei Theater- und Musical-Projekten brachte die Berliner dipl. Kommunikationswirtin und dipl. Musikerzieherin Martina Gebhardt „zufällig“ zum amerikanischen Jazz. Die Arbeit mit Rudy Stevenson (g), Kirk Nurock (p) u.a. motivierte sie, mit ihren Interpretationen in die Öffentlichkeit zu treten. Ihre Stimmtechnik verfeinerte sie unter der Ägide von Vivien Lee (UdK, DongWest), Catherine Gayer (Deutsche Oper), Annette Goeres (Hanns Eisler, JIB), ihre improvisatorischen Fähigkeiten und Sounds bei Sheila Jordan, Deborah Brown, Solange, Bobby McFerrin u.a. Diverse Jazzstipendien des Berliner Senats ermöglichten ihr Weiterbildungen in New York bei Kirk Nurock, Judy Niemack und Sheila Jordan. Seit Beendigung ihres Jazz-Studiums an der UdK unterrichtet sie Gesang an den Musikschulen City-West, Leo-Kestenberg und Paul Hindemith, einige Jahre auch an der Berliner Musicalschule im Ballett Centrum. Seit 1989 Gewinnerin verschiedener Stipendien des Berliner Senats, arbeitet sie kontinuierlich mit vielen wunderbaren „open-minded-musicians“ zusammen. Erschienen sind die CDs „Vox Humana“ (mit Kirchenorgel und Reeds), „One for Kirk“ (mit Piano und Posaune), „To Rudy, with Love“ (mit Gitarre und Percussion), zwei Meditations-CDs sowie 2017 „Good Vibes with good friends“, Martinas erste CD mit ausschließlich eigenen Kompositionen. Martina singt zudem die Lead-Vocals auf „Mike Segal’s Songs of Love“ (mit Saxophon (Mike Segal, comp, lyrics), Vibraphon, Bass, Drums) und auch die Lead-Vocals bei einigen Kompositionen des Pianisten Stephan Noel Lang. Mit unzähligen Konzerten hat sie sich in der Berliner Jazz-Szene einen Namen gemacht, mit Eigenkompositionen, Standard-Interpretationen, Modernen Jazzinterpretationen, sogar mit dem WeihnachtsOratorium. Seit 2016 tritt sie außerdem mit einem Soloprogramm (voc/p) auf, das nahezu ausschließlich aus Eigenkompositionen besteht. Damit hatte sie 2017 ihren ersten Solo-Auftritt beim Berliner „FrauenMärz“. Seit 2018 macht sie zudem im Duo mit Volker Greve (p, vib, perc) TWOBEAT DanceGrooveMusic, natürlich selbst komponiert und selbst gesungen. Und so geht es weiter, die nächste Quintett-CD ist in Arbeit und nimmt im Studio immer mehr Form an. Im Mai gibt es wieder eine Begegnung mit der kanadischen Steptänzerin Heather Cornell. Die nächsten Projekte sind in Vorbereitung, wir dürfen gespannt sein. Und uns jetzt auf die anstehenden Duo-Konzerte mit Robert freuen.

Robert Teigeler (Bass, Komposition, Arrangement) 

Robert wurde 1967 in Berlin geboren und arbeitet seit 30 Jahren als gefragter Kontra- und E-Bassist, Gitarrist, Komponist, Texter und Produzent im Jazz- und Popbereich. 1990/91 war er Mitglied im Berliner Jugend-Jazz-Orchester unter Leitung von Heinz v. Herrmann. 1992 erschien seine erste eigene CD mit der Jazz/Fusion-Band GOSSIP bei MOOD RECORDS, die von Wolfgang Dauner produziert wurde. Seitdem hat er an unzähligen CD-Produktionen mitgewirkt. Neben zahlreichen Einsätzen als Studiomusiker (Melanie Thornton, Andreas Gabalier, Spike, Kim Fisher, Band ohne Namen, etc.) verkaufte er als Komponist, Texter und Produzent (Sarah Connor, Kool & the Gang, Jimi Blue Ochsenknecht, Marc Terenzi, etc.) weit mehr als 3 Mio. CDs weltweit und wurde mit ca. 2 Dutzend Gold- und Platinplatten ausgezeichnet. Regelmäßig spielt er als Bassist Jazz- Konzerte mit verschiedenen Formationen. In der Szene ist er besonders wegen seines unbestechlichen Timings und mitreißenden Grooves gefragt. 

Pressetext „Bass Groove Ballads“ (Christian Erber, NDR)

Stimme + Kontrabass = unwiderstehlicher Groove. Auf diese ebenso einfache wie wirksame Formel lässt sich die musikalische Partnerschaft zwischen der Berliner Sängerin Martina Gebhardt und dem Bassisten Robert Teigeler bringen. Ob Eigenkompositionen, Coverversionen oder Jazz-Standards – was die Beiden auf ihrem Album „Bass Groove Ballads“ auch anfassen: sie packen die Zuhörenden vom ersten Takt an. Weil der Funke sofort überspringt und das Duo sein Publikum „geradezu hypnotisch“ in den Bann zieht. Derart treffend formuliert es der langjährige Freund von Hildegard Knef – der Theaterregisseur Axel Andree – in den Linernotes zum Album. 

Stimme und Kontrabass – eine eher seltene Kombination in der Musikszene, in der die Grenzen weitgehend ausgelotet sind. Denn eine solche Besetzung setzt viele Qualitäten voraus, wenn sie funktionieren soll. Technische Klasse, Raffinesse, Wandlungsfähigkeit – und vor allem: Mut, die vorhandenen Freiräume zu nutzen. „Als Martina mit der Duo-Idee auf mich zukam, fand ich das zuerst höchst abenteuerlich“, erinnert sich Robert Teigeler, dem es an Erfahrung wahrlich nicht mangelt. Er kennt die deutsche Jazz- und Popszene seit mehr als 30 Jahren. Ein langer Zeitraum, in dem er sich nicht nur als gefragter Session-Musiker, sondern auch als Produzent einen Namen gemacht hat. 

Robert hat ein schnelles und klares Verständnis davon, was musikalisch funktioniert und was nicht“, ist Martina Gebhardt voll des Lobes über ihren Bassisten. Er weiß genau, welchen musik-genetischen Code die Stücke in sich tragen müssen, um im Ohr des Publikums zu verfangen. „In einer derartig reduzierten Besetzung kommt es auf jeden einzelnen Ton an, was sie zu einer besonderen Herausforderung macht. Aber dieser Herausforderung wollten wir uns stellen“, blickt Robert Teigeler auf die ersten Jam-Sessions mit Martina Gebhardt vor vier Jahren zurück. Beide merkten sofort, dass sie – was Groove und Rhythmusgefühl angeht – auf einer Wellenlänge liegen. Und dass ihre Minimalbesetzung ideal dazu geeignet ist, den musikalischen Kern von Komposition freizulegen. „Wir genießen die Freiheiten, die uns unser Mini-Ensemble lässt. Als Sängerin benötige ich kein zusätzliches Harmonieinstrument, weil ich die vermeintlich fehlenden Stimmen alle in mir höre“, erklärt Martina Gebhardt, die es vorzüglich versteht, unterschiedliche Klanglandschaften zu malen. In ihnen verzahnt sich ihre ausdrucksstarke, wandlungsfähige Stimme traumwandlerisch sicher mit Robert Teigelers unbestechlichem Timing und mitreißendem Groove. 

Ob leidenschaftlich-hingebungsvoll wie im Opener „Two Brown Eyes“, unwiderstehlich-swingend wie in „Walking Shoes“ oder erfrischend-leicht wie im finalen „If I Were a Bell“ (das die Protagonisten vom Schmalz der späten 1940er Jahre befreit haben) – das Duo präsentiert sich stets spielfreudig und perfekt synchronisiert. Trotz aller Professionalität darf der Spaß bei einem solchen Projekt natürlich nicht zu kurz kommen. Auch von ihm gibt es reichlich. In Form von augenzwinkernden Momenten – wie in der Ballade “Be My Number Two”. Während die Komposition von Joe Jackson in einem energetischen, epischen Finale mündet, ist der leidgeplagte, liebeskranke Protagonist in dieser Duo-Version viel zu angeschlagen und kraftlos, um sich am Ende noch einmal aufzuraffen. Gleichermaßen hoffnungslose wie ergreifende Melancholie, die Martina Gebhardt und Robert Teigeler mit seinem gestrichenen Kontrabass hier verbreiten, nur um wenige Minuten später ein erneutes Groove-Feuerwerk abzubrennen. 

Mit „Don’t“ aus der Feder von Ed Sheeran beweist Martina Gebhardt, dass sie nicht nur grandios singen und scatten, sondern auch rappen kann. Mit solchen kleinen, besonderen Momenten überrascht das Duo immer wieder. Während es auf dem Album fast ausschließlich akustisch und pur zu hören ist, greift es bei „One Moment After“ umso wirkungsvoller in die technische Trickkiste. Durch den zum Einsatz kommenden Verzerrer verströmt die Komposition dezentes Punk-Flair – dank einer Stimme, die zeitweise wie eine E-Gitarre klingt und einem Kontrabass, der zum E-Bass mutiert. 

Mit ihren „Bass Groove Ballads“ zeigen diese beiden virtuosen Musiker, dass sie nahezu alles über den Haufen werfen könnten, wenn sie nur wollten. Und dass es keinen Unterschied bedeutet, ob sie allein oder vor Publikum spielen. Sämtliche Stücke sind im Tonstudio entstanden – die eine Hälfte als Konzert vor Publikum, die andere Hälfte ohne Zuschauer. Der frenetische Schlussapplaus belegt, dass es Martina Gebhardt und Robert Teigeler vortrefflich verstehen, ihr Auditorium zu begeistern. 

Ob’s an der Kraft des Mondes liegt? Für die Sängerin deutet Vieles darauf hin. Allein drei Songtitel („The Solitary Moon“, „I Wished On The Moon”, und “Winter Moon”) lassen erahnen, dass sie eine besondere Beziehung zum hellsten Himmelskörper am Nachthimmel hat. „Der Mond macht mich zweifellos noch kreativer und phasenweise noch gefühliger“, verrät Martina Gebhardt und ergänzt: „Er hilft mir, meine Scheu abzulegen und mein Inneres nach außen zu kehren, wodurch es mir leicht fällt, das Publikum mitzureißen.“ 

 „Er hilft mir, meine Scheu abzulegen und mein Inneres nach außen zu kehren. Dadurch fällt es mir leicht, das Publikum auf dieser musikalischen Reise mitzunehmen.“ 

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